DDR Noir
DDR Noir
Kunstpalast - LVR-ZMB - Joshua Esters © Henrike Naumann

DDR Noir, 2018

"An Henrike Naumanns Arbeit fasziniert mich der Umgang mit Geschichte. Vergessenes und Verdrängtes wird sichtbar. Ganz im Sinne von William Faulkner und Christa Wolf: 'Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen.'“ Steffen Krautzig, bis 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter Kulturelle Bildung
"Die 1984 in Zwickau geborene Künstlerin Henrike Naumann kombiniert gängiges Möbel- und Alltagsdesign der Nachwendezeit mit DDR-Kunst, sie konfrontiert die Betrachter*innen so mit Fragen zu Konsum, Identität, Schönheit und Hässlichkeit. Ich freue mich, dass die Freunde des Kunstpalastes 'DDR Noir: Schichtwechsel' im Jahr 2019 erworben haben, weil es zum Nachdenken anregt." Tatjana Kimmel, Geschäftsführerin Freunde Museum Kunstpalast e.V.
Künstler*inHenrike Naumann, Zwickau 1984–2026 Berlin
Möbel, Requisiten, zwei Studien von Karl Heinz Jakob (1929–1997) zum Gemälde „Konzerteinführung“ (1962)
Status
nicht ausgestellt
Über das WerkHenrike Naumanns Installation wirkt wie aus der Zeit gefallen. Sie besteht aus einer Schrankwand, wie sie als Kopie eines Designermöbels nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 in den neuen Bundesländern modern war. Darin befinden sich sauber gestapeltes Geschirr, eine Standuhr und zwei Gemälde des Zwickauer Malers Karl-Heinz Jakob, Naumanns Großvater. Die Künstlerin schafft so eine Verbindung zwischen ihrer Generation und derjenigen Jakobs, die in der DDR gelebt haben. Beide haben ihre Eindrücke in der Kunst verarbeitet – ob aus der unmittelbaren Erfahrung oder aber aus der historischen Distanz heraus.
ErwerbungDauerleihgabe der Freunde des Kunstpalastes
Provenienz

Inventarnummer0.2019.16L
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