3-8-84-10, 1984
Ölkreide auf Tonpapier
Blattmaß101 × 70 cm
Status
ausgestellt, Raum GAUL. Werke aus der Sammlung Kemp Über das WerkWie diese Zeichnungen von Winfred Gaul aus dem Spätsommer 1984 entstanden sind, lässt sich an den Linien selbst ablesen. Übereinanderliegende Setzungen zeigen die Reihenfolge an, während wechselnde Strichstärken das Tempo erkennen lassen, mit dem sie gezogen wurden. Leuchtend heben sich die Farbstrukturen vom schwarzen Untergrund ab und verleihen der Fläche eine räumliche Tiefe. Beide Blätter entfalten trotz desselben Ausgangspunkts unterschiedliche Wirkungen: Die am 3. August ausgeführte Zeichnung richtet ihre Energie nach außen, während jene vom 21. September die Spannung in der Mitte konzentriert. An die spontane Ausdruckskraft seiner frühen Gemälde anknüpfend, führte Gaul seine Auseinandersetzung mit Linie und Raum hier unter veränderten Bedingungen fort.
ErwerbungStiftung Sammlung Kemp
ProvenienzMai 1986 Willi Kemp (Köln 1927 - 2020 Düsseldorf) erworben vom Künstler; 2011 Stiftung Sammlung Kemp im Kunstpalast erworben durch Schenkung Willi Kemp
InventarnummerKemp 372