Medaillon, Fragment einer koptischen Tunika, 6. Jahrhundert
Leinen, Wolle
(H x B)24,5 x 25,8 cm
FundortAchmim-Panopolis (Mittelägypten)
Status
nicht ausgestelltDas Zierstück war Teil des Besatzes einer koptischen Tunika, die zum Bekleiden der Toten diente. Es gehört zu den zahlreichen Grabfunden, die deutsche Archäolog*innen gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Südägypten gemacht hatten. Die Darstellung zeigt den griechischen Gott des Weines und der Freude, Dionysos, mit Trinkgefäß in der Rechten, umgeben von zwei Jagdszenen. Die dargestellten Personen tragen alle einen Heiligenschein. Dieser sogenannte Nimbus galt sowohl in der Antike als auch im Christentum als Zeichen der Macht und des Göttlichen. Die ethnische Gruppe der Kopten gehört zu den ersten frühchristlichen Glaubensgemeinschaften, die seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. im ägyptischen Niltal lebten.
ErwerbungÜbernahme aus dem Kunstgewerbemuseum 1927
Provenienz[...]; bis 1887 Dr. Franz Johann Joseph Bock, Kanonikus, Geistlicher und Kunsthistoriker (Aachen-Burtscheid 1823-1899 Aachen); 1887-1927 ehem. Kunstgewerbemuseum Düsseldorf (1883-1927) angekauft von Bock; 1927 übernommen aus dem KunstgewerbemuseumInventarnummerP 12790
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