Studie zum Gemälde "Die Wildschützen", ca. 1882
Kohle, Kreide auf bräunlichem Papier
Blattmaß59,7 × 45,2 cm
Über das WerkWilhelm Leibl war leidenschaftlicher Jäger. Sein letztes monumentales, zwischen 1882 und 1886 entstandenes Gemälde „Die Wildschützen“ greift ein Thema auf, „wo ich mit Leib und Seele dabei bin“, wie er seiner Schwester Ende 1882 berichtete. Er änderte für dieses Werk seinen Malstil: Statt altertümlicher Feinmalerei strebte er die Darstellung eines Ereignisses in erregter Pinselschrift an. Auch die zahlreichen annähernd lebensgroßen Vorzeichnungen sind mit raschem, lebendigem Strich vorgetragen. Das Arbeiten mit lebenden Modellen auf engem Raum führte zu Proportionsverschiebungen, die heute modern wirken, doch zur Entstehungszeit als Makel empfunden werden.
ErwerbungAnkauf 1937
Provenienz[...]; 28.11.1913 angekauft von der Galerie Haberstock, Berlin
InventarnummerK 1937-48