Plainville Autokino, Plainville, MA
Plainville Autokino, Plainville, MA
Kunstpalast © Barnaby Evans

Plainville Autokino, Plainville, MA, 1978

"Die auffallend unspektakulären Vorstadtlandschaften, die Barnaby Evans fotografiert hat, erinnern mich an die Gegend in den Vereinigten Staaten, in der ich aufgewachsen bin. Dieses Werk zeigt ein leeres Drive-In außerhalb seines Nutzungskontextes: ohne Film, ohne Fahrzeuge und mit einer begrenzten Farbpalette ist die Szene auf formale Elemente wie Form und Farbe reduziert. Sie wirkt monumental und klein zugleich. Für mich gibt dieses Bild das Gefühl wieder, einen Ort aus der Kindheit aufzusuchen – das Geschehen, an das man sich erinnert, findet dort nicht mehr statt, die Proportionen scheinen verzerrt, vielleicht ist er sogar in Stille versunken. Und doch ist der Ort selbst doppelgesichtig." Westrey Page, Kommissarische Referentin des Generaldirektors
„Ich mag das Bild sehr, denn trotz der Ruhe und Stille scheint es sich zu bewegen. Je länger man es betrachtet, desto mehr verändert sich die Perspektive der leeren Kinoleinwand - einmal tritt sie nach vorne, aber dann auch wieder nach hinten.“ Sonja Wunderlich, Projektleiterin NRW-Forum Düsseldorf
Künstler*inBarnaby Evans, United States *1953
Chromogener Farbabzug
Darstellungsmaß43,1 × 54,6 cm
Status
nicht ausgestellt
Über das WerkDie Aufnahmen von Barnaby Evans sind dem „New Topographic Movement“ zuzurechnen – einer Stilrichtung, die sich durch eine gewandelte Sicht auf die vom Menschen veränderte Landschaft auszeichnet. Bei Evans treten die abgelichteten Hausfassaden und Lagerhallen mit der Farbigkeit der Umgebung in einen Dialog. Die Fotografien gliedern sich in einfarbige Flächen und stellen die Materialität der Objekte in den Vordergrund. Evans Aufnahmen sind menschenleer und dokumentieren doch die Spuren der Zivilisation. Aus der Perspektive eines vorbeifahrenden Autos ziehen die verlassenen Straßenzüge vorüber.
ErwerbungAnkauf 2019
Provenienz[...]; 2019 angekauft von Kicken Berlin
InventarnummerF.2019.2662
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