Thronende Muttergottes
Thronende Muttergottes
Kunstpalast - Horst Kolberg/ARTOTHEK

Thronende Muttergottes, ca. 1290

"Ich mag die 'Thronende Muttergottes' mit Kind! Das Lächeln, die Blicke der Beiden und die etwas schiefe Oberkörperhaltung von Maria wirken auf mich ungewöhnlich nahbar, freundlich und fast ein wenig ironisch; die beiden scheinen Humor zu haben! Auch der erhobene Finger des Kindes wirkt wenig ermahnend, sondern eher wie ein kindliches: „ich will auch was sagen“. Eine, wie ich finde, sehr liebevolle und menschliche Darstellung von Maria mit Jesuskind, die sich auf eine Ebene mit dem Betrachter stellt und daher den Eindruck vermittelt 'ganz nah zu sein'." Beate Fleckenstein,  Projektleitung Bau
"Die 'Thronende Muttergottes' des 'Erminoldmeisters' ist für mich ein Gute-Laune-Werk: Das verschmitzte Lächeln der Madonna und des Christuskindes und die leichte Ironie wirken auf mich ansteckend!" Dr. Christiane Jungklaus,  Provenienzforschung
Künstler*inErminoldmeister (?), tätig ab 1270
Zirbelholz, Rückseite gehöhlt, Reste der ursprünglichen Fassung
(H x B x T)87 × 34 × 27 cm
EntstehungsortRegensburg
Status
ausgestellt, Raum 001
Über das WerkIm Laufe der Jahrhunderte wandelte sich das Bild der Muttergottes. Durch ihr Lächeln und Christi kindliche Züge öffnet sich die Darstellung der menschlichen Annäherung. Die hier verloren gegangenen Symbole herrscherlicher Würde – Krone und Zepter – wurden zwar beibehalten, sie dienten aber nicht mehr als Zeichen von Abstand und Strenge. Die überlängt wirkende Mittelpartie der Figuren erklärt sich aus dem ursprünglichen Standort, wahrscheinlich einem hohen Altar. Details deuten darauf hin, dass dieses Werk der Regensburger Erminoldmeister schuf, benannt nach seinem Hauptwerk, dem Grab des Abtes Erminold.
ErwerbungAnkauf 1987
Provenienz[...]; spätestens 1987 Sammlung Hermann und Maria Schwartz, Mönchengladbach; 1970 erhalten als Dauerleihgabe von Hermann und Maria Schwartz; 1987 angekauft von Hermann und Maria Schwartz
InventarnummerP 1987-1
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